Internationale Solidarität organisieren – Obst und Gemüse aus Andalusien

Referent: Andreas Jünger, attac München und Doktorand am Rachel Carson Center for Environment and Society der LMU München

Ein sozial-ökologischer Umbau muss transnational gedacht und umgesetzt werden. Deutsche Supermärkte und Discounter sind gerade in den Wintermonaten gefüllt mit Obst und Gemüse aus der südspanischen Region Andalusien. Doch abgesehen von einigen Berichten in den Medien ist nicht viel bekannt über die Situation vor Ort. Ausbeutung von Arbeiter*innen? Pestizid-Belastung? Wasserknappheit? Im Zweifel wird Verbraucher*innen suggeriert, dass sie ganz einfach „das Richtige“ tun können, indem sie Produkte mit bestimmten Siegeln kaufen.

Aber bin ich wirklich auf der sicheren Seite, wenn ich „bio“ kaufe? Der Workshop geht von der Idee aus, dass der ethische Konsum des Individuums, die sogenannte Macht der Konsument*innen, allein nicht ausreichend ist, um schlechte Produktionsbedingungen zu verbessern. Stattdessen sollen Ansätze von Protest und Aufklärung in den Blick genommen werden, die kollektiv und transnational entlang der gesamten Lieferkette eines Produktes wirksam sind.

Wir werden vom Beispiel des Obst- und Gemüseanbaus in Andalusien ausgehen, im Laufe des Workshops aber auch den Blick auf andere Orte und Produktionsbereiche ausweiten. Dabei sind insbesondere die Ideen und Erfahrungen der Teilnehmer*innen gefragt.

Gemeinsam suchen wir nach Wegen, um internationale Solidarität zu organisieren und Bäuer*innen und Arbeiter*innen zu unterstützen.